Urenkelin von Schiffsfähnrich Orel - 15.02.2006 Renate Orel aus Axams (Tirol) hat ihre alpine Abenteuerlust und Leidenschaft für Eis und Schnee wohl von ihrem berühmten Urgroßvater geerbt. „Oder ich muss in meinem früheren Leben ein Gletscherfloh gewesen sein. Denn im Winter zieht es mich in den Tiefschnee, im Sommer auf die Gletscher“ erzählt uns die Urenkelin des Schiffsfähnrich Eduard Orel. Noch zu Sowjetzeiten gelangen der begeisterten Expeditionsbergsteigerin die Besteigung des Pik Kommunismus (7.495 m) und die schwierige Überschreitung der Uschba. Eduard Orel (1841-1892) war nicht nur Offizier an Bord der Tegetthoff. Er bewährte sich durch seine Ausdauer und Verlässlichkeit auch auf Payers großer Schlittenreise durch Franz Josef Land bis zum Kap Fligely. Renate Orel erzählt, dass sie als Kind immer mit großer Neugierde zugehört hat, wenn ihr aus dem persönlichen Tagebuch des Urgroßvaters vorgelesen wurde. Noch heute ist die Volksschullehrerin spürbar stolz auf ihren Vorfahren und die drei wertvollen Erbstücke ihrer Familie: Ein stimmungsvolles Ölgemälde von Eduard Orel, das die Tegetthoff bei Mondschein im Packeis zeigt, die kaiserliche Urkunde über die Verleihung des Adelstitels und den goldenen Siegelring, den sie an ihrer Hand trägt. Im Wappen der Familie Orel finden sich ein Eisbär und der Polarstern. „Die Teilnahme Orels an der Expedition bedeutete auch für die kommenden Generationen eine große Veränderung. Denn nach der erfolgreichen Rückkehr der Expedition wurde Eduard Orel geadelt und bei freier Berufswahl in den Staatsdienst aufgenommen. Mein Urgroßvater durfte das kaiserliche Schloss Miramar in Triest verwalten. Seine beiden Söhne (also auch mein Großvater) haben dadurch sogar studieren können. Die Expedition hat also der Familie ein ganz ein neues Leben ermöglicht.“ Renate Orel zeigt uns zwei stimmungsvolle Gemälde von Eduard Orel, und sas Expeditionstagebuch, das der Schiffsfähnrich während der Rückreise zwischen 20. Mai und 10. September 1874 geführt hat. Es hält die dramatischen Ereignisse und die unvorstellbaren Strapazen während der Rückreise der Expedition nach Europa authentisch fest.
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